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  The Crazy Monopoly Game between Erdogan and Putin Turkey and Russia oppose each other in many conflicts. Their armies or mercenaries fight each other, thousands of people die. But at the last minute, Putin and Erdogan always come to an agreement, because both rulers have a great common interest.   17/11/2020 By  Alfred Hackensberger  journalist for newspaper Die Welt Die Welt  (14.11.2020) – Thousands of people have been protesting for days in a row on Freedom Square in the Armenian capital Yerevan. They are immensely disappointed, full of anger and saddened at the same time. “Traitors, traitors,” the protesters chant and loudly demand the resignation of the government. The next moment, some of them have big tears running down their cheeks. The Armenian nation has been in shock since Prime Minister Nikol Paschinyan, on Sunday, announced the ceasefire agreement in the Nagorno-Karabakh war. What it comes down to, whether you like it or not, is in the end nothing...

Der schwarze Block von Kurdistan

US-Präsident Donald Trump hat die Kurden im Stich gelassen. Jetzt fürchten sie, dass ein Angriff aus der Türkei kurz bevorsteht. Sie trainieren in Camps für den Ernstfall – und hoffen auf die Hilfe linksradikaler Utopisten aus Europa. Von  Alfred Hackensberger S o sieht also die Hoffnung der Kurden in  Nordsyrien  aus. In einem Hof, der von einer Mauer umgeben ist, spielen ein Franzose und drei Dänen mit kleinen Hunden. „Eine der wenigen Abwechslungen“, sagt ein junger Mann, er kommt aus Paris. In Frankreich war er in anarchistischen Zirkeln aktiv. Auch die jungen Leute aus Dänemark sind Anarchisten. Ihre Mitstreiter aus der Türkei sind wiederum Marxisten. Ihre Namen geben sie nicht preis. Fotografieren lassen sie sich nur vermummt, sie befürchten rechtliche Konsequenzen in ihren Heimatländern. Die Internationale Brigade ist ein Sammelbecken von Linksidealisten, die alle auf ihre Weise von einem sozialistischen Paradies träumen. Und das liegt für sie im Norden Syri...

Das „Kalifat“ ist gefallen, aber der IS hat seine Strategie geändert

Die letzte Bastion der Terrormiliz Islamischer Staat ist gefallen. Ein historischer Sieg, vier Jahre, nachdem die Islamisten das „Kalifat“ ausgerufen haben. Doch das Ende des IS ist trotzdem nicht das Ende des Terrors. Von Alfred Hackensberger, Foto: Sebastian Backhaus „Heute ist ein einmaliger Tag“, schrieb Mustafa Bali, Sprecher der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) am Samstag auf Twitter. „Wir können die vollständige Eliminierung des sogenannte Kalifats verkünden.“ Die Freude und die Erleichterung sind nachvollziehbar. Mehr als sechs Monate dauerte es, bis die kurdisch-arabische Militärallianz SDF mit Unterstützung des US-Miliärs endlich die letzte Bastion des  Islamischen Staats  (IS) in Nordsyrien erobern konnte. Bis zum Schluss hatten rund 300 Extremisten in Höhlen und Tunneln unter der Stadt Baghus am Euphrat weitergekämpft. Noch immer gibt es kleinere Scharmützel, bevor der Ort komplett gesäubert ist. Aber jetzt ist es offiziell: Die Terrormiliz ist militärisc...

Deutsche Frauen gingen zum IS. Nun rufen sie nach dem Rechtsstaat

Von  Alfred Hackensberger , Camp Rosch / Nordsyrien E igentlich wollen sie nichts preisgeben. Aus Protest gegen die bösen Medien, wie sie sagen. Aber dann können sich die beiden deutschen Ehefrauen von IS-Kämpfern nicht mehr zurückhalten. „Wir sind deutsche Staatsbürgerinnen und pochen auf unser Recht“, ruft Sarah echauffiert. Sie trägt ein bodenlanges, graues Kleid und einen Hidschab. „Die deutsche Regierung muss uns helfen.“„Sie nennen sich zivilisiert, aber das ist ein Hohn“, schimpft Elisabeth, eine andere Deutsche mit ebenfalls islamistisch korrektem Outfit. „Mit Demokratie und Menschenrechten hat das nichts zu tun.“ Das sagt eine Frau, die sich für den Islamischen Staat begeistert hat. Sie ist um die 30 und hat Arabistik studiert. Sarah trägt ein bodenlanges, graues Kleid und einen Hidschab im gleichen Farbton. „Die deutsche Regierung muss uns helfen, denn wir sind keine Menschen zweiter Klasse“, legt sie nach und schaukelt ihre etwa zweijährige Tochter nervös im...

„Typisch, es sind vorwiegend Ausländer, die sich beschweren“

Tangers Mythos als Ort der Sünde verblasst - weil die marokkanische Stadt einen ökonomischen Kraftakt vollzieht. König Mohammed bekämpft so religiöse Radikalisierung und soziale Rebellion. Nicht alle sehen die Entwicklung positiv. Von Alfred Hackensberger Sie sehen gespenstisch aus, wie sie langsam auf dem dunkelblauen Wasser des Mittelmeers durch den Morgendunst gleiten. Riesige Containerschiffe, turmhoch mit standardisierten, quaderförmigen Metallbehältern beladen. Ihr Ziel: „Tanger Méditerranée“ an der marokkanischen Küste, der zweitgrößte Hafen Afrikas. Tanger Med, wie der Hafen kurz genannt wird, ist ein Ort der Superlative. Im vergangenen Jahr wurden dort 5,3 Millionen Tonnen an Gütern abgefertigt. Die Fähren transportierten zwischen  Afrika  und  Europa  2,8 Millionen Passagiere. Dazu kamen 430.000 Fahrzeuge, sechs Millionen Tonnen Gas und Erdöl. Und jedes Jahr wird es mehr. Die im Juli 2007 in Betrieb genommenen Anlagen mussten bereits um „Tanger Med I...

Die zweite Phase der Migration hat längst begonnen

Neueste Umfragen in afrikanischen Ländern zeigen, dass bis zu zwei Drittel der Einwohner auswandern wollen. Dabei sind nicht allein Not und Terror ein Antrieb, sondern oft Verwandte und Freunde, die schon in Europa sind. Von Alfred Hackensberger Sie fahren tagelang durch die Wüste, werden ausgesetzt, beraubt und als Sklaven verkauft. Irgendwann, nach Monaten oder sogar Jahren, stürmen sie die meterhohen Grenzzäune der  spanischen Enklaven  in Marokko oder überqueren von Libyen aus, in völlig überfüllten Schlauchbooten, das Mittelmeer. Flüchtlinge aus Schwarzafrika setzen auf dem Weg nach Europa viele Male ihr Leben aufs Spiel. „Wir tun alles, um ins Paradies zu kommen“, sagen werdende Mütter, junge Paare und Unverheiratete, die ihre Heimat Kamerun, Nigeria, den Senegal oder Ghana verlassen haben. In Marokko sind es etwa 50.000 und in Libyen über 400.000, die auf den Sprung übers Mittelmeer in ein besseres Leben warten. Und es ihren Landsleuten nachmachen wollen. Laut ...

Erdogans Plan für die Kolonialisierung Syriens

Die Türkei steht kurz vor der Eroberung von Afrin. In Erdogans Masterplan ist das nur der erste Schritt. Er will den kurdischen Erzfeind systematisch und dauerhaft besiegen. Auch demografisch. Von Alfred Hackensberger ls die ersten Artilleriegranaten krachend ins Dach seines Hauses in Afrin einschlagen, nimmt Shirwan seine vor Schreck erstarrte alte Mutter auf den Rücken und flüchtet mit ihr zu Verwandten in einem anderen Bezirk. Doch auch dort wird er auf Dauer nicht sicher sein: Türkische Kampfflugzeuge und Artillerie intensivierten am Mittwoch ihre Angriffe auf die Hauptstadt der syrischen Kurdenregion, auch Wohngebiete wurden getroffen und mindestens vier Zivilisten getötet. Der türkische Vorstoß in die Stadt steht unmittelbar bevor. Die Offensive, „Operation Olivenzweig“ genannt, geht nach über sieben Wochen in die entscheidende Phase. Etwa 60 Prozent der Kurdenregion im Nordwesten  Syriens  sind bereits in der Hand der Türkei und ihrer Hilfstruppen aus syrischen ...