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Es werden Posts vom Januar, 2013 angezeigt.

Zwischen den Fronten

Nirgendwo sterben derzeit so viele Journalisten wie in Syrien. Die Reporter können sich im Bürgerkrieg nur schwer schützen. Weil sie nie wissen, wer Freund und wer Feind ist Von Alfred Hackensberger

Im Hotel Istanbul stinken die Zimmer muffig. Die Toiletten sind ungeputzt und im Bettlaken kann man noch die Haare des Vorgängers finden. Die Nacht kostet nur 10 Euro, das drahtlose Internet funktioniert gut und mit dem Taxi sind es nur zehn Minuten zum türkisch-syrischen Grenzübergang Bab-Al-Salam. Grund genug, diese Absteige in der Stadt Killis zu einem Treffpunkt internationaler Journalisten zu machen. Es sind meist freie Journalisten, die abends in der Hotellobby Erfahrungen austauschen. Das miese Hotel Istanbul ist nichts im Vergleich zu dem, was sie in Syrien erwartet. Wenn sie am nächsten Tag frühmorgens nach Aleppo aufbrechen, in die seit sechs Monaten umkämpfte syrische Industriemetropole, riskieren die Reporter und Fotografen ihr Leben und ihre Freiheit. Jetzt günstige…