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Es werden Posts vom Februar, 2018 angezeigt.

Die Hölle von Ost-Ghuta

Von Alfred Hackensberger, Pavel Lokshin, Manbidsch (Syrien), Moskau

Syriens Diktator Assad lässt die Rebellenhochburg Ost-Ghuta nahe Damaskus heftig bombardieren, das Regime will das Gebiet um jeden Preis erobern. Moskau hilft – und testet dabei seine neuesten Waffen unter Kampfbedingungen.

Für das syrische Regime geht es um alles, es will endgültig die letzte Bastion der Opposition in Damaskus erobern. Ost-Ghuta am Rande der Hauptstadt ist für deren Bewohner seit Jahren ein Sicherheitsrisiko: Von Ghuta aus waren immer wieder Wohngebiete und Regierungsgebäude beschossen worden, selbst der Präsidentenpalast von Baschar al-Assad ist nur wenige Kilometer entfernt.
In den vergangenen Wochen wurden Truppen für den alles entscheidenden Angriff zusammengezogen. Nun wird rigoros bombardiert und das Gebiet mit Artillerie beschossen, um die Bodenoffensive vorzubereiten. Ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. In Ost-Ghuta kämpfen überwiegend Extremisten, vor allem Hayat Tahrir al-Scham, der syri…

„Erdogan ist völlig unberechenbar“

Von Alfred Hackensberger Manbidsch, Syrien  YPG-Kommandeurin Haval Gule (28) an der Front Quelle: Sebastian Backhaus Die Türkei bekämpft bei ihrer Militäroffensive die Kurden in Syrien, doch die erhalten Unterstützung von den USA. Ein Besuch in Manbidsch, wo Nato-Soldaten vielleicht bald auf Nato-Soldaten schießen. Ibrahim Hassan war beim Friseur, er ist glatt rasiert und glücklich. Morgen wird sein ältester Sohn heiraten. Zwei Zelte aus blauen Plastikplanen warten auf die über 200 geladenen Gäste und für das Festessen hat Hassan fünfzehn Schafe gekauft. Der Metzger hat sie nach islamischem Ritual mit einem Schnitt durch die Kehle getötet, nun liegen sie dicht an dicht am Boden un

Deniz Yücel ist frei!

Besser Denis ist endlich frei gekommen! War mehr als überfällig!


Russische SU-25 von syrischen Rebellen abgeschossen

Kampf in Afrin

Öffnet die Türkei eine neue Front in Manbidsch?

Am Freitag berichtete der Militärrat von Manbidsch zum ersten Mal von größeren Zusammenstößen mit türkischer Armee und ihren Hilfstruppen der Freien Syrischen Armee (FSA). Seit Tagen hatte Präsident Recep Erdogang bereits gedroht, er werde eine zweite Front bei Manbidsch eröffnen, um auch dort die verhasste Kurdenmiliz YPG zu bekämpfen. Nun kommt die USA mehr und mehr in die Zwickmühle, denn in Manbidsch hat sie eigene Truppen stationiert. Am Freitag wollte die amerikanische Militärführung keinen Kommentar dazu abgeben.
Der Grund für Erdogan eine zweite Front zu eröffnen, könnte der mangelnde Erfolg bei Afrin sein. Denn dort kommen seine Truppen nur schwer voran. Seit Beginn der Afrin-Offensive am 20. Januar konnten das türkische Militär und ihre FSA-Hilfstruppen nur wenige Kilometer weit in die Kurdenregion vordringen. Die Türkei versucht zwar den militärischen Druck auf die kurdische Miliz der YPG weiter zu erhöhen, aber das Resultat sind nur mehr Opfer unter der Zivilbevölkerung. …