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Es werden Posts vom November, 2007 angezeigt.

Tanger ohne EXPO 2012

In Tanger gab es lange Gesichter, als das Abstimmungsergebnis des zweiten Wahlgangs aus dem Palais des Congres in Paris bekannt wurde. In der marokkanischen Hafenstadt hatte man sich auf ein großes Fest eingestellt. Enttäuscht saßen die Menschen in den Cafes vor den Fernsehern und die Taxifahrer hatten schlechte Laune. Tanger bekam nur 63 Stimmen der insgesamt 140 Mitgliedsländer des Internationalen Büros für Ausstellungen (BIE). Yeosu, der Konkurrent aus Südkorea, erreichte dagegen 77 und wird von Mai bis August 2012 die drei Monate dauernde Weltausstellung ausrichten. Die polnische Stadt Wroclaw war bereits in der ersten Runde mit nur 13 Stimmen ausgeschieden.Das Thema der südkoreanischen Stadt lautet „Der lebende Ozean und die Küste: Vielfalt der Ressourcen und nachhaltige Aktivitäten“. Ein Umweltthema, über das in den letzten Monaten in Zusammenhang der Erderwärmung weltweit diskutiert wurde. „Die Expo 2012 in Yeosu wird Lösungen für die Probleme des Klimawandels und den Anstieg d…

Libanon weiter ohne Präsident/ Parteien rüsten militärisch auf

Am vergangenen Freitag konnten sich Regierung und Opposition im Libanon erneut auf keinen Kandidaten für das Amt des Staatspräsidenten einigen. Die Pattsituation zwischen Regierung und Opposition scheint unüberwindlich. 18.000 Soldaten der libanesischen Armee sind in Beirut stationiert, um gewalttätige Konfrontationen zu verhindern. Sowohl Regierung- und Oppositionsgruppen haben in den vergangenen Monaten militärisch aufgerüstet und Übungen durchgeführt.Am Freitag um Mitternacht musste Emile Lahoud seine Sachen packen und nach neun Amtsjahren den Präsidentenpalast in Beirut räumen. Erfolgreich kann man seine Regierungsperiode nicht unbedingt nennen: vier seiner Militärs sitzen wegen einer angebliche Beteiligung am Attentat auf Rafik Hariri im Gefängnis. Insgesamt wurden 12 politische Anschläge begangen, von denen bisher keiner aufgeklärt ist. Das Land befindet sich in einer gefährlich gespannten politischen Situation, in der kein Nachfolgepräsident gewählt werden kann. Weder die Regie…

Marokko im Aufbruch

Vom Platz der Kanonen im Zentrum Tangers hat man einen wunderbaren Blick auf die Meerenge von Gibraltar: Die ein- und auslaufenden Fähren im Hafen, die großen Containerschiffe, die sich wie im Zeitlupentempo auf dem dunkelblauen Meer vorwärts bewegen und natürlich auch auf die spanische Küste gegenüber, an der bei klarem Wetter die Stadt Tarifa zum Greifen nahe erscheint. „Ein Ausblick wie eine Qual“, hatte mir vor Jahren Mohammed Choukri, der 2003 verstorbene marokkanische Schriftsteller gesagt. Er meinte damit die jungen Marokkaner, die oft stundenlang sehnsüchtig auf das nur 14 Kilometer entfernte Spanien starrten, überzeugt, dass es dort für sie einen sicheren Arbeitsplatz mit gutem Einkommen, ein teueres Auto und eine geräumige Wohnung gäbe. Damals waren die Berufs- und Lebensaussichten für die meisten jungen Menschen in Marokko im wahrsten Sinne des Wortes trostlos.
Selbst für Universitätsabgänger, die nur im Ausnahmefall eine ihrer Qualifikation angemessene Anstellung bekamen. „…

Christoph Luxenberg - Interview/ English

The Virgins and the Grapes: the Christian Origins of the Koran
A German scholar of ancient languages takes a new look at the sacred
book of Islam. He maintains that it was created by Syro-Aramaic
speaking Christians, in order to evangelize the Arabs. And he
translates it in a new way by Sandro Magister

That Aramaic was the lingua franca of a vast area
of the ancient Middle East is a notion that is by now
amply noted by a vast public, thanks to Mel Gibson’s
film “The Passion of the Christ,” which everyone watches
in that language.
But that Syro-Aramaic was also the root of the Koran,
and of the Koran of a primitive Christian system, is a
more specialized notion, an almost clandestine one. And
it’s more than a little dangerous. The author of the

Nadia Yassine - Interview / English

Nadia Yassine is the leader of "Justice and Spirituality", Morocco's biggest Islamist organization. She belongs to a new generation of Islamists: western-educated but not westernized. Alfred Hackensberger interviewed her

The new Moroccan family code, the "Modawwana," has been praised as an historic step towards equal rights for women in the Arab world. Are you in favor or against it?

Yassine: We were already out on the streets six years ago calling for changes to the "Modawwana," as it has long been clear to us that women must enjoy a better role in society. There are many women in our movement running projects and institutions. Take me, for example. I am the spokeswoman for our movement. We support changes, but the necessary ideas don't have to be imported from the imperialist West.

Do you regard the new law as good or bad?

Yassine: Of course, it is good and important. There is no doubt about it. I will try to make our position clear in another way. …